Was ist fide?
Die Förderung der Integration von Migrantinnen und Migranten ist ein wichtiges politisches und gesellschatliches Ziel. Dabei wird der Verständigung in einer Landessprache eine zentrale Funktion zugesprochen. Der Bundesrat hat das Bundesamt für Migration (BFM) beauftragt, ein Rahmenkonzept für die sprachliche Integration von Migrantinnen und Migranten zu erstellen.
Ziel des Rahmenkonzepts ist es, einerseits Sprachkurse qualitativ zu verbessern und andererseits Instrumente für den Nachweis der kommunikativen Kompetenzen der Lernenden zu beschreiben. Das Konzept zeigt auf, in welchen gesellschaftlichen Bereichen Migrantinnen und Migranten handeln wollen bzw. müssen und definiert einen Rahmen für die Ziele und Inhalte der Sprachkurse.
In dieser Absicht erarbeitete 2009 das Institut für Mehrsprachigkeit, Freiburg, im Auftrag des BFM zunächst ein Rahmencurriculum für die sprachliche Förderung von Migrantinnen und Migranten. Dies geschah in Zusammenarbeit mit zahlreichen Fachpersonen für die Sprachförderung im sogenannt niederschwelligen Bereich in öffentlichen und privaten Institutionen der Schweiz. Das Rahmencurriculum legte die Basis für das gesamte fide-Projekt.
Das fide-System gibt es in drei Landessprachen – in Deutsch unter der Bezeichnung «fide | Deutsch in der Schweiz – lernen, lehren, beurteilen». Es will zu einer reflektierten Praxis in den gewachsenen Strukturen beitragen und den Akteuren auf den unterschiedlichen Ebenen Unterstützung bieten. Ein konzeptioneller Bezugsrahmen soll Hilfestellungen für die praktische Umsetzung von Sprachförderungsmassnahmen geben und zu mehr Transparenz und Kohärenz sowie zur Qualitätssicherung der Angebote beitragen. Den Methoden der Erwachsenenbildung bei der Vermittlung einer Zweitsprache verpflichtet, orientiert sich fide am Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GER).
Das fide-System integriert Best Practices verschiedener Sprachkursanbieter und ist auf die in der Schweiz besondere Sprachsituation mit mehreren Landessprachen zugeschnitten.


